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Archiv → Januar, 2017

Eisbären vor dem Endspurt

Nachdem sich die Eisbären in den vergangenen Wochen im heimischen Icehouse rar gemacht haben, starten sie am kommenden Freitag in die Schlussphase der Hauptrunde und bestreiten dabei an jedem Februar-Wochenende ein Heimspiel, ergänzt um ein weiteres Auswärtsspiel in Schwenningen.

Im bisherigen Saisonverlauf konnten die Eisbären aus den Heimspielen im Schnitt 2 Punkte pro Spiel einfahren, was einer Siegquote von 67% entspricht, die Auswärtsquote liegt mit 60% nur leicht darunter. Nachdem man in der ersten Halbrunde noch teils fahrlässig Punkte hat liegen lassen und nur 40% der Spiele gewinnen konnte, folgte eine fast perfekte zweite Runde, in der man sich nur in Hügelsheim denkbar unglücklich geschlagen geben musste. Nachdem man nun auch den Beginn der dritten Runde durch zwei Siege in den Top-Duellen gegen Zweibrücken und Heilbronn erfolgreich gestalten konnte, könnte die Ausgangsposition im Play-Off-Kampf kaum besser sein. Während man sich die direkten Duelle gegen Zweibrücken, Stuttgart und Ravensburg bereits sichern konnte, stehen bis auf Heilbronn (5:4 Pkt) alle Duelle noch ausgeglichen, ein Faktor, der am Ende entscheidend sein kann.

Die ausstehenden Duelle bieten jedoch mehr Brisanz, als es auf den ersten Blick scheint, da mit den beiden Top-Teams zwar die vermeintlichen Brocken bereits bezwungen wurden. Jedoch sind die kommenden Gegner allesamt noch im Kampf um die Play-Off-Teilnahme, so dass die Aufgaben nicht leichter werden. Während für die Rebels eine Play-Off-Teilnahme nach der jüngsten Niederlage nur noch theoretischer Natur ist und auch bei den Fire Wings nur eine Siegesserie die Chancen am Leben halten könnte, sind mit Bietigheim und Hügelsheim direkte Konkurrenten im Icehouse zu Gast, für die am Ende jeder Punkt entscheidend sein kann. Und auch wenn für die Eisbären der 3. Platz eine gewisse Sicherheit suggeriert, sind es diese 6-Punkte-Spiele, die der Konkurrenz (jeweils 5 Punkte Rückstand) in die Karten spielen könnten.

Der Februar verspricht also mit 4 Heimspielen Play-Off-Kampf pur.

Eisbären besiegen den Tabellenführer

EHC-ECEEine Woche nach dem 3:2-Erfolg über den amtierenden Meister Heilbronn haben die Eisbären auch das nächste Toppspiel für sich entschieden. Gegen den aktuellen Tabellenführer aus Zweibrücken sorgten die Treffer durch Marcus Semlow (29.), Sören Gerber (31.) und Christian Pister (40.) für den erneuten 3:2-Erfolg.

Die Vorzeichen vor dem Spitzenspiel waren erneut nicht optimistisch. Mit einer Rumpftruppe aus 13 Feldspielern musste man ins Spitzenspiel starten, während der zu Hause noch ungeschlagene Tabellenführer einen vollen Kader zur Verfügung hatte. Nichts desto trotz gehörten die Anfangsminuten den Eisbären, ehe die Hornets langsam besser ins Spiel fanden. In der 11. Minute sollte sich ein trauriger Trend des Jahres fortsetzen. Nach einem harten Check gegen Sho Kawachi musste dieser mit einer Schulterverletzung zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus und wird den Eisbären ebenfalls längere Zeit fehlen. Unter dem Eindruck der schweren Verletzung und der sich daraus ergebenden Umstellung in den Reihen des ECE mussten die Eisbären die immer stärker werdenden Gastgeber gewähren lassen. Defensiv ausgerichtet, an dessenn Ende sich Janis Wagner einige Glanzparaden entlocken lies, agierte man jedoch konzentriert und brachte das torlose Remis in die erste Pause.

Diese tat den Eisbären sichtlich gut, denn neugeordnet gingen sie im zweiten Drittel sehr engagiert zu Werke. Während sich die Hornets ein ums andere Mal an der ECE-Defensive festbiss, gelang der Eisbären-Offensive immer wieder der Torabschluss. Die logische Konsequenz war der Führungstreffer durch Semlow (29.), der kurz darauf im Powerplay durch Gerber (31.) zur verdienten 2-Tore Führung ausgebaut wurde. Die Hornets schienen nun aufzuwachen und die Stärke des Tabellen-Dritten aus der Kurpfalz zu würdigen. Eher glücklich jedoch der Scheibengewinn der Gastgeber, der zu einem Alleingang auf Wagner führte und den Anschlusstreffer ergeben sollte (35.). Die Eisbären zeigten sich jedoch wenig beeindruckt und stellten kurz vor der zweiten Pause durch Pister (40.) den alten Abstand wieder her, nachdem zuvor Pfosten und Latte für die Hornets gerettet hatten.

Die Hornets reagierten im Schlussdrittel auf die offensive Stärke des ECE und versuchten mit einem Torhüter-Wechsel die Wende einleiten zu können. Und es schien zunächst aufzugehen, denn in einem gut gespielten Angriff gelang den Hornets der erneute Anschlusstreffer (43.) bereits schnell nach Wiederanpfiff. In der Folge agierten beide Teams aus einer sicheren Defensive mit guten Offensivbemühungen, die jedoch von beiden Goalies jeweils entschärft werden konnten. Als die Eisbären eine weitere Unterzahl kurz vor Schluss schadlos überstanden hatten, war auch die Herausnahme des Zweibrücker Schlussmannes in den letzten Sekunden nicht ausreichend, um dem ECE noch einen weiteren Treffer beizubringen, so dass die Eisbären als Sieger das Eis verlassen konnten.

Durch den vierten Sieg in Folge haben die Eisbären punktemäßig auf den Tabellenzweiten Heilbronn aufgeschlossen und ihrerseits den Vorsprung auf den Fünften Platz auf 5 Punkte ausbauen können. Die nun anstehende zweiwöchige Pause auf Grund des Rückzuges des EHC Freiburgs kommt den Eisbären gerade recht, ihr Lazarett wieder etwas zu lichten und mit voller Kraft in den Saisonendspurt gehen zu können, der am 3. Februar mit dem Heimspiel gegen Stuttgart eingeläutet wird. Die Eisbären hoffen, den Trend, im ersten Drittel Spieler verletzt ins Krankenhaus transportieren zu müssen, dann stoppen zu können, sonst könnte eine mögliche Play-Off-Teilnahme bereits an einer spielfähigen Mannschaft scheitern.

Eisbären reisen zum Spitzenspiel

EHC-ECE_VBAm kommenden Sonntag steht den Eisbären das nächste Spitzenspiel vor der Brust. Beim vorletzten Auswärtsspiel der Hauptrunde gastiert man beim überraschenden Primus in Zweibrücken. Das Duell Eisbären gegen Hornets gehört dabei in der jüngsten Vergangenheit stets zu den Toppspielen der Liga. Überraschend jedoch, dass mit den Hornets der Tabellenführer als Gastgeber fungiert und das Eisbären-Team aus Eppelheim statt aus Heilbronn kommt. Beide Teams stehen aktuell besser da, als es die Prognosen vor der Saison gesehen hatten.

Die Hornets haben sich in den letzten Jahren in der Spitzengruppe etabliert und gehen stets als Play-Off-Favorit und Mitfavorit um die Meisterschaft an den Start. Seit Jahresbeginn haben sie sich die Tabellenführung von den Heilbronner Eisbären erobert und diese Dank der vierten Niederlage in Folge des amtierenden Meisters ausbauen können. Diese „Mini-Krise“ spielt den lauernden Hornets in die Karten. Denn ein wenig sind die Pfälzer in ihr früheres Image des „Heim-Spielers“ verfallen. Denn in der Auswärtstabelle stehen auf dem Hornissen-Konto genau so viele Siege wie Niederlagen, so dass die Eisbären in dieser Wertung vor den Hornets zu finden sind. Doch was man auswärts liegen lässt, holen sich die Hornets im Hornissennest zu Zweibrücken eindrucksvoll zurück. Alle Heimspiele hat der Gastgeber nämlich für sich entschieden, was den EHC so gefährlich macht. Zudem stehen die beiden Top-Scorer der Liga im pfälzischen Kader, was Zweibrücken auch zu der offensivstärksten Mannschaft mutieren lässt.

Offensivstärke ist auch das Stichwort für unsere Eisbären, denn mit der Ausbeute von 4,7 Toren pro Spiel kann man durchaus zufrieden sein. Allerdings müssen die Eisbären seit Jahresbeginn genau dort einige Schicksalsschläge hinnehmen. Nach der Knieverletzung von Rosentritt in den ersten Sekunden des Auftaktspiels in Ravensburg, hat sich Striepeke im ersten Drittel des vergangenen Spiels mit selbiger in das Lazarett verabschiedet und beiden steht das vorzeitige Saisonaus in Aussicht. Zudem müssen die Eisbären auf zwei weitere Offensivkräfte derzeit verzichten, die aus beruflichen Gründen den Eisbären nicht zur Verfügung stehen. Bei der aktuellen Personalsituation würde den Eisbären für eine Auswärtsfahrt somit fast ein Kleinbus reichen. Im Gegenzug haben die Eisbären gerade im vergangen Spiel gezeigt, dass man diese Ausfälle auch kompensieren kann und sich eindrucksvoll im Duell der Eisbären gegen den amtierenden Meister durchgesetzt. Selbiges wird auch das Ziel am kommenden Sonntag sein, wenngleich die Vorzeichen auf ein Spiel David gegen Goliath hindeuten.

Sieg im Eisbären-Duell geht an Eppelheim

ECE-HBNNach 16 erfolglosen Versuchen ist es unseren Eisbären gestern endlich geglückt, gegen den Namensvetter aus Heilbronn zu bestehen und dem Serienmeister im Spitzenspiel die damit vierte Niederlage in Folge zu verpassen. Nach dem frühen und unglücklichen 2-Tore-Rückstand drehten die „Alten Hasen“ Patrick Patschull (20.), Marcus Semlow (28.) und Thomas Korte (33.) die Partie zu Gunsten des ECE.

Beide Teams gingen ersatzgeschwächt in das dritte Duell der Saison, obwohl für beide Seiten ordentlich Brisanz im Spiel war. Während Eppelheim seine aufstrebende Form bestätigen und sich für die bittere Penalty-Niederlage in Heilbronn revanchieren wollte, kamen die Unterländer mit der ungewöhnlichen Serie von 3 Niederlagen in Folge ins Icehouse und wollten diese dort enden lassen.

Es entwickelte sich schnell ein Spiel auf Augenhöhe, das mit hohem Tempo und wenig Unterbrechungen in beide Richtungen hin und her ging. Nach der ersten ECE-Strafzeit kamen die Gäste nun besser ins Spiel und entwickelten etwas mehr Druck auf den vom wieder genesenen Janis Wagner gehüteten ECE-Kasten. Nicht ganz unverdient der Rückstand in der 12. Minute, als die Scheibe vom Schoner unglücklich den Weg hinter die Linie fand. Irritiert durch diesen Rückstand stimmte für kurze Zeit die Abstimmung der sonst sicheren ECE-Defensive nicht, die Heilbronn routiniert nutzte und per Doppelschlag auf 0:2 (13.) erhöhte. Schlimmer sollte es kurz darauf kommen. Nach einem Zusammenprall mit einem Heilbronner Spieler blieb Cedric Striepeke sichtlich verletzt auf dem Eis liegen und musste wie schon vor Wochenfrist Alex Rosentritt mit einer Verletzung der Kniescheibe ins Krankenhaus eingeliefert werden, die das Saisonende bedeuten könnte. Das Spiel litt zunächst unter dem Eindruck der Verletzung und beide Teams ließen an Intensität spürbar nach. Doch langsam wich beim ECE die Schockhaltung in die „Jetzt-erst-Recht- Mentalität“, die kurz vor der Pause durch Patschulls Anschlusstreffer belohnt wurde (20.).

Gestärkt durch das wichtige Lebenszeichen vor der Pause wollten unsere Eisbären nach der Pause mehr. Doch auch den Gästen war die Leistungsbereitschaft anzumerken, die Führung nicht aus der Hand zu geben, so dass beide Teams offensiv agierten und Chancen auf den nächsten Treffer generierten. Dieser war Semlow in der 28. Minute vorbehalten, mit dem er den Ausgleichstreffer markierten. Kurz darauf erwies sich der kurzfristige Einsatz von Coach Korte auf dem Eis als richtiger Schachzug, als er bei einem schnellen Gegenzug von Marc Bruns in Szene gesetzt die erste Führung erzielte (33.). Diese wackelte vor der Pause nochmals etwas, als man eine erneute Unterzahl zu überstehen hatte, dem Gegner jedoch den Ausgleichstreffer verwehrte.

Nachdem man im Duell auf Heilbronner Eis selbst eine 3-Tore-Führung verspielt hatte, wollte man im Schlussdrittel nun alles daransetzen, den nun aufgeholten Rückstand über die Zeit zu retten, ohne sich dabei zu defensiv aufzustellen. So hatten beide Teams weiter vielversprechende Spielanteile, ohne dabei jedoch die eigene Defensive zu vernachlässigen. Während den Eisbären ein vermeintlicher Ausgleichstreffer nicht anerkannt wurde, verpassten auch die Hausherren die Entscheidung durch den vierten Treffer zu erzwingen. So musste man bis zum Ende zittern und begünstigt durch ein Powerplay in den letzten beiden Minuten blieb Heilbronn die Chance auf den 6. Feldspieler verwehrt, so dass die Schlusssirene den Icehouse-Bären den verdienten Sieg sicherte.

Mit dem nun sechsten Sieg in den letzten sieben Spielen haben sich die Eisbären vorerst in den Play-Off-Rängen gefestigt und liegen nur noch drei Punkte hinter dem amtierenden Meister aus Heilbronn. Doch ein ehrfürchtiger Blick auf die Verfolger zeigt, dass der 4-Punkte-Vorsprung auf Rang 4 trügerisch ist, so dass die Eisbären nicht nachlassen dürfen, wollen sie auch am Ende der Hauptrunde einen Play-Off-Platz ihr Eigen nennen. Die nächste Bewährungsprobe bietet sich dabei bereits am kommenden Sonntag, wenn man bei Spitzenreiter Zweibrücken zu Gast ist, denen man zu Saisonbeginn noch unterlegen war, im Rückspiel jedoch eine Niederlage beibringen konnte.

The Boys are Back in Town

ece-hbn_vbMit dem ersten Heimspiel des Jahres beenden die Eisbären ihre Auswärtsserie und starten mit dem Knaller gegen den Namensvetter aus Heilbronn in die dritte Halbrunde.

Mit der abgelaufenen Halbrunde haben die Eisbären die wohl erfolgreichste der vergangenen Jahre hinter sich und stellen damit das beste Team der aktuellen Saison. Während man alle Heimspiele für sich entscheiden konnte, musste man sich nur auswärts den Teams aus Hügelsheim und Heilbronn unglücklich geschlagen geben, wo man jeweils eine 3-Tore-Führung noch aus der Hand gegeben hat. Da kommt den Eisbären der kommende Heimspielgegner gerade Recht, hat man mit den Heilbronner Eisbären doch noch eine Rechnung offen. Doch der sonst von Sieg zu Sieg eilende Serienmeister kommt angeschlagen ins Icehouse. Mit der längsten Niederlagenserie seit 7 Jahren aus 3 Niederlagen in Folge (darunter zwei nach Penaltyschießen) haben die Unterländer am Wochenende ihre Tabellenführung verloren und sind in der imaginären Tabelle der zweiten Halbrunde nur auf dem 4. Platz zu finden, während der ECE dort von Platz 1 grüßt. Dies führt auch zu dem Fakt, dass das Eisbären-Duell diesmal gar ein Duell von Tabellennachbarn ist, nachdem beide Teams im letzten Aufeinandertreffen noch 4 Ränge trennten.

Nichts desto trotz geht der Serienmeister als Favorit in das dritte Eisbären-Duell dieser Saison, nachdem sie sich nicht nur in dieser Saison zweimal knapp gegen unsere Eisbären durchsetzen konnten, sondern auch seit 16 Duellen nicht mehr gegen uns verloren haben. Nicht zuletzt die starke Vorstellung in Heilbronn sollte den Gästen Warnung genug sein, die Icehouse-Bären nicht zu unterschätzen. Die aktuelle Formkurve spricht zwar für einen Heimsieg, doch ein angeschlagener Serien-Meister wird sicherlich alles in die Waagschale werfen, auch dieses Duell zu seinen Gunsten zu entscheiden.

Eisbären erkämpfen sich Rang 3

img-20170109-wa0000Mit einem verdienten 7:4-Auswärtserfolg über den EV Ravensburg haben die Eisbären einen guten Start ins neue Jahr verbuchen können und sich auf den 3. Tabellenplatz geschoben. Angeführt vom 3-fachen Torschützen Thomas Korte, der für dieses Spiel von der Trainerbank auf das Eis wechselte, sorgten Tim Brenner, Sho Kawacki, Patrick Patschull und Martin Nikolov für die Entscheidung.

Dabei begann das Jahr für die Eisbären äußerst unbefriedigend. Zunächst musste man aus privaten Gründen auf einige Akteure verzichten, dann sorgten einige Krankmeldungen für eine weitere Kaderdezimierung. So entschloss sich Coach Thomas Korte wie im Vorjahr für das Spiel in Ravensburg, die Taktiktafel gegen die Schlittschuhe zu tauschen, um zumindest drei volle Reihen und einen Torhüter für die Partie aufbieten zu können. So kam Richard Drewniak zu seinem zweiten Einsatz an der Bande und auch Goalie Marcel König feierte seinen ersten Einsatz von Beginn an.
Die nächste Hiobsbotschaft folgte beim Erhalt der gegnerischen Aufstellung, die zu diesem Spiel ganze 21 Spieler zur Verfügung hatten.

Den ganzen Umständen zum Trotz war man im Eisbären-Lager gewillt, entgegen allen Widrigkeiten das vermeintliche Pflichtprogramm beim Tabellenschlusslicht zu erfüllen. Doch die Hiobsbotschaften setzen sich direkt in der ersten Spielminute fort, als Alexander Rosentritt nur Sekunden nach dem ersten Wechsel schmerzverzerrt auf dem Eis liegen blieb und mit der Trage heruntergebracht werden musste. Die Knieschiebe war nach einem Kontakt mit einem Gegenspieler herausgesprungen, konnte jedoch schnell vor Ort wieder in seine ursprüngliche Position zurückgebracht werden. Die erste Untersuchung im Krankenhaus brachte keine tiefergehende Verletzung zu Tage, es bleibt zu hoffen, dass dies durch das noch ausstehende MRT bestätigt werden wird.

So waren die Eisbären gezwungen, die ganze Aufstellung schon nach wenigen Sekunden auf den Kopf zu stellen, was sich spielerisch zunächst deutlich zeigte. Die Gastgeber engagiert zu Werke, nutzen Abstimmungsfehler aus und gingen nicht unverdient früh in Führung (4.). Keine Minute später war jedoch auf Kapitän Brenner verlass, der für die Eisbären ausgleichen konnte. Die Eisbären waren jedoch weiter nicht konzentriert genug, so dass vor dem eigenen Tor die Scheibe nicht sauber geklärt wurde, Ravensburg nahm dankend an und ging erneut in Führung (7.). Die ersten ernsten Versuche, über spielerische Qualität das Spiel an sich zu reißen, sollte nicht von Erfolg gekrönt sein, denn ein Querpass an der gegnerischen blauen Linie fing der EVR ab und vollendete den Konter mit dem 3:1 (10.). Ein denkbar undankbarer Einstand für König, den seine Vorderleute zu diesem Zeitpunkt im Stich ließen, so dass er bei den drei Gegentreffern bislang chancenlos war. Nun konnten sich die Eisbären aber langsam fangen und die EVR-Abwehr durch schnelles Kombinationsspiel zu Fehlern zwingen. Diese mündeten zunächst in Strafzeiten, dessen ECE-Powerplay schnell zum Erfolg führte. Bei der ersten Strafe des Spiels dauerte es gerade einmal 16 Sekunden, ehe Korte seinen Einsatz auf dem Eis mit einem Treffer bestätigen konnte (12.). Kurz darauf folgte das nächste Powerplay, in dem sich die Eisbären vor dem EVR Gehäuse festsetzten und kurz vor Ablauf der Strafe zum Erfolg durch Kawachi kamen (15.), und das Ergebnis zum 3:3 ausglichen, ehe es kurz darauf in die erste Pause ging.

Nachdem man sich nun sammeln konnte und sich noch vor der Pause ins Spiel zurück gekämpft hatte, fiel das Mitteldrittel deutlich ansehnlicher aus. Während die Eisbären sich Chance um Chance erkämpften und dabei auch spielerisch Glanzpunkte setzen, waren die Gastgeber nahezu chancenlos. Den Lohn für diesen Einsatz ernteten die Eisbären in Form der beiden Treffer durch Patschull (23.) und Nikolov (34.), die aus dem ursprünglichen 2-Tore Rückstand nach zehn Minuten eine 2-Tore-Führung nach 40 Minuten herstellten.

Im letzten Drittel war man sich im Eisbären-Lager einig, diese Führung zu verteidigen und sich nicht durch ein frühes Gegentor in Bedrängnis bringen zu lassen. Durch die etwas defensivere Ausrichtung kamen die Gastgeber zwar nun zu einigen Chancen, doch König im ECE-Kasten konnte sich nun auszeichnen und den Vorsprung seiner Farben verteidigen. Beim nächsten Powerplay der Eisbären schnürte man die Gastgeber erneut in deren Drittel fest, verpasste jedoch zunächst die Vorentscheidung. Dies wurde kurz nach Ablauf der Strafe jedoch von Korte korrigiert, der eine mustergültige Vorlage zum 6:3 aus Eisbären-Sicht verwandeln konnte (52.). So konnte man dem Anschlusstreffer drei Minuten später gelassen entgegentreten, nachdem ein Schuss von der blauen Linie unglücklich abgefälscht den Weg ins Tor gefunden hatte (56.). Um bei den Gastgebern jedoch keine Euphorie aufkommen zu lassen, spielten sich die Eisbären in der Folgeminute in einen kleinen Offensiv-Rausch, ließen die EVR-Abwehr teilweise links liegen und befeuerten das gegnerische Tor, bis ein schön raus gespielter Angriff erneut durch Korte zur schnellen Antwort verwertet wurde (56., 4:7.). In den Folgeminuten plätscherte das Spiel nun etwas dem Ende entgegen, so dass sich die Eisbären am Ende als verdienter Sieger feiern lassen konnten.

Da das Schiedsrichtergespann in dieser Partie eine sehr freizügige Linie vorgab, gab es nach einigen ungeahndeten Aktionen Seitens der Gastgeber noch Bedarf, diesen in Form einer kleinen Showeinlage auszufighten. Dies führte nach der durchaus fairen Partie, bei der die Eisbären keine einzige Unterzahlsituation provozierten, zu einer Spieldauerstrafe gegen die beiden Protagonisten, so dass Sören Gerber bei der kommenden Partie gesperrt sein wird. Dies ist angesichts der Tatsache, dass die Eisbären nach gut zwei Monaten erstmals wieder ein Heimspiel bestreiten werden, doppelt ärgerlich. Nichts desto trotz freut sich der ECE auf das dritte Eisbären-Duell gegen Heilbronn, bei dem es unerwartet ein Aufeinandertreffen zweier Tabellennachbarn, nämlich Dritter gegen Zweiter kommen wird.

Eisbären starten ins neue Jahr

Nach der 3-wöchigen Weihnachtspause starten die Eisbären Eppelheim am kommenden Sonntag ins letzte Saisondrittel mit dem vierten Auswärtsspiel in Folge beim EV Ravensburg. Ursprünglich der erste Heimauftritt im Jahr 2017, auf Grund des Heimrechtstausches geht es für den ECE nun zum zweiten Mal diese Saison in die Puzzlestadt nahe des Bodensees.

Für die Eisbären ein bislang gutes Pflaster, konnte man doch bei jedem Auftritt im entferntesten Auswärtsspiel der Saison die Punkte mit nach Hause bringen. Die Bedeutung eines erfolgreichen Auftretens beim Schlusslicht in Ravensburg verdeutlicht der Blick auf die Tabelle, denn während ein Sieg den Aufstieg auf den 3. Platz bedeuten würde, müsste man bei einer Niederlage das Verlassen der Play-Off-Ränge fürchten. Daher werden die Eisbären alles für den 5. Auswärtssieg der Saison geben.

Die Gastgeber sollte man dabei jedoch keinesfalls unterschätzen. Zwar ziert der EVR mit nur einem Punkt das Tabellenende, hat aber vor allem in seinen Heimauftritten des Öfteren den Favoriten am Rande einer Niederlage gehabt. Vor allem seit der Rückkehr von drei ehemaligen Spielern zeigt die Formkurve klar bergauf, beim letzten Auftritt musste man sich dem EHC Zweibrücken erst in den Schlussminuten geschlagen geben.