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Archiv → November, 2016

Eisbären vor Wochen der Wahrheit

Mit dem Gastspiel der Eisbären am kommenden Freitag beginnt für die Eisbären eine wichtige und schwere Saisonphase. Gleich 5 mal in Folge muss man auf fremdem Eis antreten und bekommt es dabei noch mit gleich vier direkten Konkurrenten um die Play-Offs zu tun.

Zum Auftakt muss man am kommenden Freitag in die Eiswelt nach Stuttgart. Nicht nur, dass Auswärtsspiele an Freitagen meist zu dezimierten Kadern führen, auch haben die Rebels noch eine spezielle Rechnung mit den Eisbären offen. Denn beim ersten Aufeinandertreffen beider Teams am vierten Spieltag traten die Eisbären als Tabellensechster gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenzweiten an. Die Eisbären dominierten die Gäste dabei nahezu nach Belieben, lagen bereits zur Pause mit 5:0 vorne und brachten die Rebels damit in eine Abwärtsspirale, die die Gastgeber bis auf den 5 Platz gespült hat. Die Eisbären-Kurve zeigt dabei genau in die andere Richtung, die sie mit dem Heimsieg gegen Zweibrücken auf den vierten Tabellenplatz gebracht hat. Jetzt sind beide Teams punktgleich, was zu einem heißen Duell am Freitag führen wird.

Allerdings sollten die Eisbären gewarnt sein, denn bislang konnten nur die Baden Rhinos in der Eiswelt bestehen, alle anderen Teams mussten als Verlierer die Heimreise antreten. Bei den Eisbären sieht der Auswärtstrend noch dazu eher mager aus, nur zweimal konnte man das gegnerische Eis als Sieger verlassen. Die Voraussetzungen könnten also spannender nicht sein und beide Teams werden sicherlich alles in die Waagschale werfen, den vierten Platz nach diesem Spieltag ihr eigenen nennen zu können.

Bilanz der ersten Saison-Hälfte

Die Eisbären haben mal wieder ein spielfreies Wochenende. Zeit, um sich dem bisherigen Saisonstart zu widmen und die aktuelle Lage der Eisbären im Vergleich der Vorjahre zu analysieren:

Tabellenplatz:
Die Eisbären belegen nach dem 9. Spieltag den 4. Tabellenplatz. 53% der bisher ausgespielten 30 Punkte konnten die Eisbären auf ihr Konto verbuchen und somit einen Punkteschnitt von 1,6 Punkten pro Spiel erreichen.
Ein Quantensprung im Vergleich zum Vorjahr, wo man zu selben Zeitpunkt lediglich 26% bei einem Punkteschnitt von 0,8 Punkten pro Spiel erreicht hat und somit auf Rang 7 (von 9) zu finden war.

Kontinuität:
Ein Maß an Kontinuität weisen die Eisbären nach den bisherigen Spielen auf. Weder extreme Niederlagen, dafür meist sichere Siege verbuchen die Eisbären bislang. Während man Spiele im Schnitt mit 2 Toren Differenz verliert, werden die Gegner bei Niederlagen im Schnitt mit 3,5 Toren auf Distanz gehalten. Die größte Durststrecke musste man mit 3 Niederlagen in Folge am 5./6. Spieltag hinnehmen, die längste Sieges-Serie umfasst zwei Spiele (4./5. Spieltag und aktuelle Serie).
In der abgelaufenen Spielzeit sah dies noch anders aus. Zwar konnte man bei den zwei Saisonsiegen klar überzeugen, musste die verloren Spiele aber auch klar abgeben (jeweils 6 Tore Differenz im Schnitt). Am 10. Spieltag der Vorsaison musste man dabei eine 6 Spiele andauernde Niederlagenserie bewältigen, die man am 12. Spieltag stoppen konnte.

Offensive:
Die Eisbären-Offensive überzeugt bislang mit Spielfreude und erfolgreichen Abschlüssen. Mit einem Schnitt von 4,8 Toren pro Spiel war man in jedem Spiel mindestens zweimal erfolgreich. Bei einer Ausbeute von rd. 13% aller Schussversuche ist hier sogar noch Luft nach oben. Während der Großteil der Tore durch vier Spieler erzielt wurde, können bereits 12 ECE-Spieler einen Tor-Erfolg verbuchen.
Im Vergleich zum Vorjahr konnte man den Tore-Schnitt (3,3) klar steigern. Auch musste man sich in drei Spielen gar nur mit dem Ehrentreffer begnügen. Trotz der mageren Ausbeute waren auch hier bereits 12 Schützen für den ECE erfolgreich.

Defensive:
Die Eisbären-Defensive musste in den bisherigen Spielen 38 Gegentore (+3 Empty Net Treffer) zulassen und kommt auf einen Gegentorschnitt von 4. Damit liegt die Chancenverwertung der Gäste mit 14% aller Schüsse leicht über der ECE-Effektivität. Die hohe Gegentorquote lässt sich durch zwei Faktoren etwas relativieren. Zum einen haben die Eisbären nach klarer Führung zu leicht Gegentreffer zugelassen, zum zweiten ist die Liga dieses Jahr sehr Offensiv-Stark, so dass man mit diesem Gegentorschnitt ebenfalls viertbestes Team ist.
Im Vorjahr lag der Gegentorschnitt zur selben Zeit noch um 2,5 Gegentore höher, was auf Grund zweier zweistelliger Klatschen nur die logische Konsequenz darstellt.

Fairplay:
Eine beeindruckende Disziplin legen die Eisbären bislang an den Tag. Im Schnitt 6 Minuten kassieren die Eisbären an Spielstrafen pro Partie und müssen sich damit nur Ravensburg im Fair-Play (5,2 Min/Spiel) geschlagen geben. Auch die Disziplinarstrafen spülen die Eisbären auf den zweiten Rang im Fairplay (3 Min/Spiel). Doch im direkten Vergleich müssen die Eisbären des Öfteren mehr Strafen als der Gegner einstecken, so dass pro Spiel ca. 30% mehr Powerplay für den Gegner entsteht. Trotzdem ist die Bilanz ausgeglichen. Jeweils 8 Treffer fielen bislang in Powerplaysituationen für die Eisbären und die Gegner, allerdings mussten die Eisbären bereits 4 Gegentreffer in eigener Überzahl hinnehmen. Welchen Einfluss die Strafen auf das Eisbärenspiel haben, zeigt ein interessanter Blick auf die virtuelle „5-vs-5-Tabelle“. Denn währen die Eisbären alle ihre Siege auch ohne Strafen erreicht hätten, hätte man auch vier der fünf Niederlagen verhindert und hätte als Sieger das Eis verlassen.
Das Fairplay hat sich im Vergleich zum Vorjahr klar verbessert. Mit knapp 14 Min/Spiel kassierten die Eisbären doppelt so viele Spielstrafen, mit 8,5 Min pro Spiel kassierte man zudem fast dreimal so viele Disziplinarstrafen wie in der laufenden Saison.

Kader:
Die Kadergröße ist ein großes Plus der laufenden Saison. Die Eisbären treten regelmäßig mit mindestens 3 Reihen an und bringen damit im Schnitt 2 Spieler mehr zum Einsatz als die Gegner. Die ersten Reihen können so regelmäßig entlastet werden, so dass die Fitness und Kondition auch für 60 Minuten vorhanden ist.
Im vergangen Jahr wirkte sich das Fehlen einzelner Spieler direkt auf die Spielstärke aus, so dass im Schnitt vier Spieler weniger pro Partie den Eisbären zur Verfügung standen, lediglich einer der 10 Partien konnte daher vollen drei Blöcken gespielt werden.

Fazit:
Die Eisbären haben sich in allen Belangen im Vergleich zur Vorsaison verbessert und stehen aktuell zu Recht auf einem Play-Off-Platz. Es gilt daher, diese Entwicklung in die nächste Saisonhälfte weiter zu tragen und nicht nachzulassen, will man auch am letzten Spieltag einen Platz in der oberen Tabellenhälfte sein Eigenen nennen dürfen.

Eisbären erobern Play-Off-Platz

ece-ehcMit einem überraschenden, aber verdienten 6:4-Erfolg über den Tabellenzweiten Zweibrücken, haben die Eisbären den vierten Tabellenplatz von den Stuttgart Rebels erobert. Den Grundstein zum Sieg legten dabei die Doppeltorschützen Sven Jacobaschke und Lukas Sawicki, die aus der knappen 1:0-Führung durch Tim Brenner im ersten Abschnitt die Vorentscheidung zum 5:0 trafen, ehe Cedric Striepeke im letzten Drittel den sechsten Treffer nachlegte..

Mit vollem Kader und ordentlich Siegeswillen starteten die Eisbären in die Partie gegen den Tabellenzweiten aus Zweibrücken, dem sie im Hinspiel noch unglücklich 2:5 unterlegen waren. Man merkte den Eisbären den klaren Siegeswillen von der ersten Minute an, denn die Hausherren waren die klar spielbestimmende Mannschaft. Während die Eisbären im Minuten-Takt das gegnerische Tor belagerten, gelang es den Hornets nur sehr sporadisch, die Eisbären-Defensive zu durchbrechen. Der Führungstreffer durch Tim Brenner (18.) war die logische Konsequenz, die den Gäste den schmeichelhaften 1-Tor-Pausenrükstand einbrachte.

Die Bedenken, dass sich die fahrlässige Chancenverwertung im zweiten Drittel rächen könnte, verwies die ECE-Offensive schnell in das Reich der Fabeln. Ein Doppelschlag direkt zu Drittelbeginn durch Jacobaschke und Sawicki (22.) korrigierte schnell die Schieflage zwischen Leistung und Ergebnis. Während die Hornets weiterhin kein Mittel gegen die Eisbären fand, konnte sich der Gäste-Goalie über mangelnde Arbeit nicht beklagen. Erst mit dem ersten Powerplay des Mittelabschnitts  für die Eisbären, wurden die Gäste plötzlich gefährlich, da die Eisbären im Aufbau zu fahrlässig agierten, der gefährliche Konter zur Folge hatte. Doch mit der nächsten Eisbären-Strafe konnte man sich bei gleicher Teamstärke wieder fangen und den Vorsprung weiter ausbauen. Erneut war es ein Doppelschlag der Torschützen vom Drittelbeginn (31./33.) der das Ergebnis auf 5:0 hochschraubte, was auf Grund der Torchancen durchaus verdient war.

Mit dieser sicheren Führung im Rücken, ließen es die Eisbären im letzten Drittel etwas ruhiger angehen und wurden prompt bestraft. Ein schneller Gegenstoß durch die drei Topscorer der Gäste sorgte für den bis dato als Ehrentreffer zu bezeichnenden Anwesenheitsnachweis der Hornets-Offensive (48.). Nur drei Minuten später stellte Cedric Striepeke den alten Abstand wieder her und bekämpfte mögliche Comeback-Pläne der Hornets vermeintlich im Keim. Doch die letzten zehn Minuten stellten den bisherigen Spielverlauf vollends auf den Kopf. Plötzlich gelang den Gästen alles und die Eisbären zeigten bis dato ungeahnte Fehler im Spielaufbau. So verkürzte sich der Vorsprung durch einen Doppelschlag der Gäste auf 6:3 (55.) und man musste der Stadionuhr danken, dass diese nach dem 6:4 (60.) der Gäste das Spiel beendete und den Sieg den Eisbären sicherte.

Auch wenn man mit den letzten zehn Minuten im Eisbären-Lager nicht zufrieden sein konnte, hatte man sich mit dem makellosen Auftreten in den ersten fünfzig Minuten und den bis dahin verwerteten Chancen den Sieg mehr als verdient und kann zu Recht das Erreichen des wichtigen vierten Tabellenplatzes feiern. Nachdem die Eisbären am kommenden Wochenende durch den Rückzug des EHC Freiburg spielfrei sind, können sie sich in Ruhe auf die bevorstehenden Auswärtswochen vorbereiten. Das erste Duell ist dabei bereits richtungsweisend, denn man gastiert am 2. Dezember in der Eiswelt Stuttgart, genau bei dem Team, das man durch den Sieg gegen die Hornets auf den 5. Platz verdrängt hat.

 

 

Eisbären empfangen Hornets

Am kommenden Sonntag empfangen die Eisbären zum letzten Heimspiel des Jahres die Hornets aus Zweibrücken. Nein, die Eisbären machen keinen Winterschlaf, sondern sind auf Grund des ungewöhnlichen Spielplans bis Mitte Januar nur auswärts aktiv. Grund genug, das letzte Heimspiel erfolgreich zu bestreiten.

Die Gäste aus der Pfalz gehören seit den letzten Jahren zum erweiterten Kreis der Favoriten um die Meisterschaft und hatten mit dem Vize-Titel vergangenes Jahr ihren größten Triumph. So wundert es kaum, dass die Hornets in der Tabelle nur einen Punkt hinter dem Primus aus Heilbronn zu finden sind und mit einem Tore-Schnitt von 7 die beste Offensive der Liga stellen, wenngleich dies auf Grund des kuriosen 18:2 gegen Schwenningen auch wenig verwundert. Nichts desto trotz zählt Zweibrücken erneut zu den Anwärtern, die Heilbronn den Titel streitig machen könnten. In der laufenden Saison verließen die Hornets erst zweimal als Verlierer das Eis, beide Male auswärts, so dass die einzigen Auswärtspunkte aus dem Duell in Bietigheim eingefahren wurden.

In den vergangenen Jahren sahen die Eisbären in den Duellen bei den Hornets selten Land, in den Heimspielen ging es dagegen durchaus enger zu, wenngleich das 2:8 der letzten Saison diesen Trend nicht bestätigt. Doch bereits zum Saison-Auftakt haben die Eisbären gezeigt, dass sie gegen die Hornets mithalten können, und haben sich bei der 2:5-Niederlage korrekt betrachtet, selbst geschlagen. Es gilt somit, am kommenden Sonntag couragiert, engagiert und über die komplette Spielzeit konzentriert aufzutreten und sich nicht wieder durch verschlafene Drittel oder „Geschenke“ um den Lohn der Arbeit zu bringen. Dann kann der Lauf der Eisbären mit 7 Punkten aus 3 Spielen auch im letzten Heimspiel des Jahres zählbares einbringen.

Punktgewinn in Heilbronn

Erstmals ist es unseren Eisbären gelungen, beim Primus aus Heilbronn zu punkten. Nach einer 3:0-Drittelführung durch Nicolas Ackermann, Martin Nikolov und Roman Gottschalk kämpften sich die Hausherren auch durch zwei Powerplay-Tore zurück und glichen zum 3:3 aus, im anschließenden Penaltyschießen war nur ein Schütze erfolgreich. Da dieser das Heilbronner Trikot trug, ging der Zusatzpunkt an den Meister.

Von Beginn an kämpften zwei Teams gegeneinander, denen man den Siegeswillen ansehen konnte. Nach den ersten Offensivakzenten der Gastgeber fanden auch die Eisbären, begünstigt durch ein Powerplay besser in die Partie, konnten aber keine entscheidenden Aktionen verbuchen. In der Folge versuchte Heilbronn mit Nachdruck die Führung zu erzielen, scheiterte aber immer wieder am bestens aufgelegten Janis Wagner. Auf der Gegenseite nutzen die Eisbären die wenigen Chancen mustergültig. Zunächst war es Verteidiger Ackermann vorbehalten, die Führung zu markieren (9.), die Nikolov ausbaute (18.). In einem Powerplay kurz vor Drittelende gelang es dann Gottschalk (20.), unsere Eisbären mit einer schmeichelhaften 3:0-Führung in die Pause zu schicken.

Im zweiten Drittel änderte sich am Spielverlauf nur wenig. Während Heilbronn aus der Not des Rückstandes heraus, gefühlt mit der Brechstange den Anschlusstreffer erreichen wollten, agierten unsere Eisbären defensiv souverän und setzen offensiv nur gelegentlich Akzente. So gelang zunächst keinen Teams ein Torerfolg, da sich beide Goalies als sicherer Rückhalt erwiesen. Ausgerechnet eine eher fragwürdige Unterzahlsituation sorgte dann doch noch für den Torerfolg der Gastgeber, die einen ihrer Gewaltschüsse von der blauen Linie im Tor unterbrachten (40.).

Gewillt, die 2-Tore-Führung im letzten Drittel nicht mehr aus der Hand zu geben, ging es dann in den Schlussabschnitt, in dem Heilbronn durch den Anschlusstreffer Blut geleckt hatte und nun noch bissiger um den Torerfolg kämpften. Die Gastgeber hatten dabei eine einfache und effektive Taktik geboren, bei der im Spiel nach vorne der Körperkontakt mit dem Gegenspieler gesucht wurde, um erneute Powerplays zu provozieren. Der Schiedsrichter ließ sich auf dieses Spiel ein, so dass unsere Eisbären schon zu Beginn des Drittels gar in doppelter Unterzahl agieren mussten. Dies führte zwangsläufig im Verlauf der Unterzahl zum 2:3-Anschlusstreffer (45.), und noch ehe man sich von diesem erholt hatte, konnte Heilbronn gar ausgleichen (46.). Nun begann das Spiel quasi von null an, und beide Teams durften ohne Strafen versuchen, das Spiel für sich zu entscheiden. So ähnelte der Spielverlauf wieder dem Beginn des Spiels, in dem sich Heilbronn ohne Erfolg mühte, unsere Eisbären sich jedoch ebenfalls gute Chancen erarbeiteten. Durch zwei Unterzahlsituationen gegen Ende kamen unsere Eisbären nochmals gehörig unter Druck, überstanden diese jedoch schadlos und hatten ihrerseits gar die Möglichkeit, das Spiel in Unterzahl zu entscheiden.

Somit ging es nach einem leistungsgerechten 3:3 in das entscheidende Penaltyschießen, in dem weiterhin beide Goalies ihre Kästen sauber hielten. Erst der letzte Heilbronner Schütze lies Janis Wagner bei seinem Gewaltschuss keine Chance und brachte die gastgebenden Eisbären doch noch auf die Siegerstraße.

Auch wenn man eine klare 3:0-Führung verspielte, kann man mit seiner Leistung in diesem Spiel durchaus zufrieden sein. Kein verschlafenes Anfangsdrittel und eine konstante Leistung über 60 Minuten sicherten den verdienten Punkt im Eisbären-Duell auf Augenhöhe. Mit dem Punktgewinn festigen wir Rang 5 und könnten bei einem Sieg am morgigen Sonntag auf die Play-Off-Ränge aufschließen.

Wochenende der Revanche

Das bevorstehende Doppelwochenende für die Eisbären hat einen besonderen Stellenwert. Denn sowohl beim Gastspiel in Heilbronn, als auch beim Heimspiel gegen die Fire Wings sind für die Eisbären noch Rechnungen offen. Beide Teams hatte man in den jeweiligen Hinspielen am Rande einer Niederlage, stand jedoch jeweils am Ende mit leeren Händen da.

Am Freitagabend geht es zunächst zum Tabellenführer nach Heilbronn. Das Duell der Eisbären fand in der Vergangenheit immer nur einen Sieger, den späteren Regionalliga-Meister. Im Hinspiel im Icehouse war man mit dem Topfavoriten jedoch auf Augenhöhe, erst ein Empty-Net-Treffer in den Schlussminuten, besiegelte die knappe Niederlage. Damals hatte man noch das Spiel des Vortages in den Knochen, am Freitag geht man jedoch ausgeruht in die Partie, in der es zwar erneut „David-vs-Goliath“ heiß, doch die Eisbären wollen dem Favoriten wieder alles abverlangen und sich diesmal für den Einsatz belohnen.

Selbiges soll auch am Sonntag im heimischen Icehouse gegen die Fire Wings aus Schwenningen gelingen, bei dem die Vorzeichen jedoch durchaus positiver sind. Im Duell vor zwei Wochen verschlief man ebenfalls die Anfangsphase, kam nach einem 4-Tore-Rückstand jedoch erneut bis auf einen Treffer heran, kassierte dann jedoch ebenfalls das entscheidende Empty-Net-Goal kurz vor der Schlusssirene. In den vergangenen Duellen gegen die Wings war meist die Heimmannschaft erfolgreich, zuletzt siegten die Eisbären nach einem Torfestival mit 9:8. Die Gäste kommen am Sonntag jedoch mit ordentlich Wut im Bauch, nachdem sie nach gutem Saisonstart nur eins der letzten 6 Spiele gewinnen konnten und am vergangenen Wochenende mit 2:18 beim EHC Zweibrücken deutlichst unter die Räder kamen. Selbiges darf man für Sonntag jedoch nicht erwarten, da auf Grund der Verletzung beider Goalies zwei Drittel lang ein Feldspieler das Tor hüten musste, und das hohe Ergebnis nur die logische Konsequent war. Die Verantwortlichen der Fire Wings haben jedoch versichert, das Duell am Sonntag spielen zu können und werden sicherlich eine schlagfähige Truppe ins Icehouse entsenden, denen die Eisbären jedoch entschlossen die Stirn bieten werden.

 

Eisbären lösen Pflichtaufgabe

Beim sieglosen Tabellenschlusslicht Ravensburg haben die Eisbären nach holpriger Anfangsphase die Pflichtaufgabe souverän gelöst und durch Tore von Cedric Striepeke (2), Lukas Sawicki, Roman Gottschalk, Tim Brenner, Sho Kawachi und Nicolas Ackermann einen verdienten 7:1-Erfolg gefeiert, der den ECE am Ende der ersten Halbrunde auf Platz 5 klettern lässt.

Wie in den vergangenen Spielen, benötigten die Eisbären ein ganzes Drittel, um in die Partie zu finden. Zwar war man auch im ersten Abschnitt mit 15:7 Schüssen die spielbestimmende Mannschaft, zeigte allerdings nicht das gewohnt passsichere Spiel und die die Torabschlüsse waren zu unpräzise, so dass der bis dato sichere EVR-Schlussmann keine Treffer zulassen musste. Auf der Gegenseite überzeugte Ravensburg zwar durch schnelle Gegenstöße, lies aber im Abschluss ebenfalls meist die nötige Durchsetzungskraft vermissen. Bei einem dieser kam S. Heckenberger auf der linken Seite zum Schuss und stellte nicht ganz unverdient auf 0:1 (10.) aus Sicht des ECE.

Die Eisbären fanden zu Beginn des Mitteldrittels schnell die passende Antwort. Als gerade die erste Überzahlsituation für die Eisbären abgelaufen war, bekam Gottschalk genug Platz, den 1:1 – Ausgleich zu markieren (21.). In der Folge verbesserte sich das Spiel des ECE, ohne jedoch die nötige Durchschlagskraft zu entfalten. So konnte man sich zwar vermehrt Spielanteile sichern, lies dem Gegner jedoch weiterhin Platz für Konter. Erneut war es eine Powerplay-Situation, die die Eisbären wieder mehr Druck ausüben lies, der sich jedoch erst nach Ablauf dieser auszahlen sollte und durch Ackermann zum 2:1 Führungstreffer (35.) führte. Der Bann war nun gebrochen. Die Eisbären wurden durch die Führung passsicherer und zielstrebiger, die Abschlüsse gefährlicher. In einem schnellen Gegenstoß war es Sho Kawachi vorbehalten, von der blauen Linie präzise zum 3:1 abzuschließen (38.).

Im letzten Drittel hatten die Gastgeber nicht mehr viel entgegen zu setzen. Während Janis Wagner im ECE-Kasten ein ruhiges Schlussdrittel erlebte, drehte die Offensive mächtig auf. Schnell konnte man durch schöne Kombinationen in beste Schussgelegenheiten kommen, die zunächst Sawicki (42.), dann Tim Brenner (43.) zum Ausbau der Führung auf 5:1 nutzten. Weitere Treffer sollten zunächst nicht gelingen, da sich die Eisbären nun zum Teil im Kombinationsspiel verstrickten, statt den direkten Torabschluss zu suchen. Ein Doppelschlag durch Striepeke (52.) sollte den Eisbären dann aber doch noch zur überaus verdienten 6-Tore-Führung gelingen. Der EVR reagierte mit einer Auszeit, um schlimmeres zu verhindern und auch der ECE-Coach Thomas Korte ermahnte sein Team, das Spiel nun sauber über die Zeit zu bringen. So legte man vermehrt Augenmerk auf die Defensive und brachte den 7:1-Erfolg ins Ziel.

Auch wenn man im ersten Drittel erneut Anlaufschwierigkeiten hatte, konnte man die beiden verbleibenden Drittel souverän bestreiten. Da sich die beiden führenden Teams der Fair-Play-Tabelle nur zu wenigen Strafen (6:4 Strafen) hinreißen ließen, konnten die Eisbären ihre Dominanz im 5-vs-5. Spiel demonstrieren und durch diesen Erfolg die erste Halbrunde auf dem 5. Tabellenplatz abschließen.

Eisbären zu Gast in Ravensburg

Am Samstag schließen die Eisbären mit dem Gastspiel in Ravensburg die erste Halbrunde ab. Mit einem Drittel gewonnener Spiele blickt man dabei auf eine durchwachsene Hinrunde zurück, bei der man jedoch positiv resümieren kann, dass man jeden Gegner hätte schlagen können, teilweise sogar hätte müssen. Um den Anschluss an die obere Tabellenhälfte nicht zu verlieren, zählt daher am Samstag nur ein Sieg, ist der EV Ravensburg doch punktloses Tabellenschlusslicht.

Die Puzzlestädter haben ihrerseits den Saisonauftakt komplett verschlafen. Während man sich in der letzten Saison noch über die Lobeshymnen der Gegner ärgerte, dass die sportliche Leistung mit dem letzten Tabellenplatz nicht korrespondiere, muss man bislang diesen als völlig verdient betrachten. Zwei deutliche 0:9-Klatschen gegen die Top-Teams Bietigheim und Heilbronn sind dabei der negative Höhepunkt aus 6 sieglosen Spielen. Doch am vergangenen Wochenende lies der EVR plötzlich aufhorchen. Das Gastspiel beim Tabellenführer in Zweibrücken, bei dem Ravensburg traditionell mit Rumpfkader antrat, drohte bei der knappen 7:8- Niederlage noch zu kippen. Und genau dies sollte den Eisbären Warnung genug sein, den Gastgeber nicht zu unterschätzen. Auch wenn das sportliche Selbstverständnis eines Sieges die Marschrichtung sein muss, darf die Einstellung nicht in Richtung „Punktelieferant“ abdriften, sonst könnte sich die Rollenverteilung hierbei ganz schnell ändern. Die Vorzeichen sehen jedoch alles andere als düster aus. Seit der Rückkehr in die RLSW konnte man gegen den EVR die volle Punktausbeute einfahren und mit einem Ergebnis-Schnitt von 5:2 regelmäßig überzeugen. All das zählt am Samstag jedoch nicht. Mit der ordentlichen Offensivleistung der letzten Spiele und einer deutlich konzentrierteren Defensivleistung müssen die Eisbären 60 Minuten hellwach sein, um am Ende den dritten Saisonsieg feiern zu können.