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Archiv → Dezember, 2015

Eisbären mit letztem Akt

Am kommenden Sonntag beenden die Eisbären das sportliche Jahr 2015. Mit dem Heimspiel gegen die Eisbären Heilbronn geht es am 20.12. in die kurze Weihnachtspause, ehe am 6.01.2016 bereits das erste Spiel des neuen Jahres ansteht, ebenfalls gegen Heilbronn.
Im ersten Duell konnte man unverhofft auf Augenhöhe mit dem Favoriten agieren und musste sich erst in der Schlussphase geschlagen geben. Ob der ECE auch am Sonntag dem Namensvetter das Leben schwer machen kann, bleibt abzuwarten. Immerhin wird man etwas frischer als erwartet in das Duell gehen, da das tags zuvor geplante Auswärtsspiel in Schwenningen (vor. auf den 16.01.) verlegt wurde. Und der jüngste Aufwärtstrend mit knappen Spielen gegen die Top-Teams der Liga stimmt zuversichtlich, wenn der ECE mit drei kompletten Reihen in das Spiel starten kann. Fehlen wird den Eisbären definitiv Marc Hemmerich, der nach der Spieldauerdisziplinarstrafe im letzten Duell gesperrt sein wird.

Eisbären schlagen sich selbst

Viel Licht aber etwas mehr Schatten hatte das Doppelwochenende der Eisbären zu bieten. Trotz phasenweiser guter Leistungen musste man sich am Samstag Hügelsheim mit 4:7, tags darauf Bietigheim mit 4:5 geschlagen geben, zeigte sich aber in beiden Spielen konkurrenzfähig.
Das erste Spiel am Baden Airpark begann für die Eisbären denkbar schlecht. Zunächst gab es einige Verzögerungen in der Spielabwicklung, die sich durch die entladene Eismaschine auftaten und die das Spiel in den ersten 20 Minuten auf gebrauchtem Eis nach sich zogen. Die Hausherren kamen damit besser zu recht und führten früh mit 2:0 (2., 5. (Unterzahl). Doch die Eisbären kämpften sich zurück ins Spiel. Die Treffer von Gerber (13. PP2) und Gottschalk (20., UZ) waren mehr als verdient, und am Ende müssen die Eisbären mit der Chancenverwertung hadern, denn dank der Powerplay-Situationen wäre hier bereits mehr drin gewesen. Im zweiten Drittel legten die Rhinos den Vorwärtsgang ein, es entwickelte sich quasi ein Spiel auf ein Tor, doch Janis Wagner hielt mit teils hochkarätigen Saves die Eisbären im Spiel. Mit dem starken Rückhalt konnten sich die Eisbären gegen Drittelende auch im Offensiven zeigen und im Powerplay durch Sawicki gar in Führung gehen (39.).
Doch das letzte Drittel sollte den Eisbären eines möglichen Punktgewinns berauben. Die Defensiv-Arbeit des zweiten Drittels konnte man im Schlussabschnitt nicht mehr bieten, lies dem Gegner zu viel Platz und brachte sich mit weiteren Strafzeiten selbst um den Lohn. Dem frühen Ausgleich im Powerplay (42.) folgte ein schneller Doppelschlag (47., 50.) der die Eisbären auf die Verliererstraße führen sollte. Zwar konnte Sawicki nochmals verkürzen (54.), doch ein erneuter Doppelschlag (57.) führte zur Entscheidung.
Mit schweren Beinen ging es dann am Sonntag im Icehouse gegen den Tabellenführer Bietigheim. Erstmals konnte man mit 17 Feldspielern nicht nur mehr als 3 volle Blöcke, sondern auch mehr Spieler als der Gegner aufbieten. Und dies sollte auf dem Eis auch deutlich werden. Nach anfänglicher Dominanz der Gäste erkämpften sich die Eisbären mehr Spielanteile und gingen folgerichtig in der 9. Minute durch Erdmann in Führung. Doch die Euphorie sollte schnell verfliegen, zeigte man sich kurz darauf zu nachlässig in der Defensive und bestrafte sich selbst mit einem Doppelschlag zum 1:2 (11.). Zwar konnte man sich schnell wieder fangen, doch zum Ausgleich sollte es nicht reichen. Das faire erste Drittel ohne Strafzeiten sollte dann im weiteren Spielverlauf kippen. Die Eisbären fanden sich nun zunehmend auf der Strafbank wieder und wurde durch teils kleinliche Entscheidungen immer wieder zurück geworfen. In der 24. Minute konnte Bietigheim nach gut vier Minuten Powerplay folgerichtig auf 1:3 erhöhen und es bahnte sich die Niederlage an. Die Eisbären nun wieder disziplinierter, kamen zu guten Möglichkeiten, den Anschluss zu erzielen, scheiterten aber teils knapp. Kurz nach der Halbzeit der unschöne Höhepunkt der Partie. Sawicki wurde von einem Gegenspieler unfair gecheckt, eine fällige Strafe blieb aus und Hemmerich spielte den Rächer und streckte den Verursacher kurzerhand nieder. Die Schiedsrichter entschieden auf eine Spieldauerdisziplinarstrafe, dessen Unterzahl die Gäste kurz darauf zum 1:4 nutzen (35.). Doch wie bereits in den letzten Spielen gaben die Eisbären keinesfalls auf sondern kämpften sich zurück ins Spiel. Noch in selbiger Unterzahl verkürzte Striepeke im Konter zum 2:4 (38.).
Der Kampfgeist war geweckt und die „Jetzt-erst-Recht-Reaktion“ sollte erfolgreich sein. Zunächst Gottschalk (45.), dann Merkel (46.) besorgten den schnellen Ausgleich und das Spiel war wieder offen. Doch schnell wurden die Eisbären erneut eingebremst und kassierten kurz hintereinander zwei weitere Strafen, die Bietigheim zur erneuten Führung nutzen konnte (4:5, 53.). Die Eisbären waren nur kurz geschockt, warfen am Ende nochmal alles nach vorne, doch scheiterten knapp am Ausgleich. Selbst die Herausnahme von Wagner zu Gunsten eines weiteren Feldspielers brachte keinen Erfolg und die bittere Erkenntnis, dass das starke Comeback nicht zu einem Punktgewinn hat reichen sollen.
Doch nichts desto trotz lässt die Formkurve der Eisbären Grund zur Hoffnung. Mit einem gut besetzten Kader und konstanter konzentrierter Leistung kann man auch gegen die oberen Teams mithalten. Und genau dies gilt es am kommenden Wochenende zu beweisen, wenn man in Schwenningen und zum Jahresabschluss die Eisbären Heilbronn empfängt, die aktuell hinter Bietigheim die TOP 3 der Liga stellen.

Statistik Rhinos Statistik Steelers

Eisbären starten in Marathon


Von wegen besinnliche Adventszeit. Für die Eisbären sieht das Jahresende einen wahren Marathon mit 4 Spielen in 8 Tagen vor.
Mit dem heutigen Auswärtsspiel am Airpark steht den Eisbären noch das vermeintlich leichteste Spiel vor der Brust, gehen die weiteren Spiele doch gegen die TOP 3 – Teams der Liga.
Mit den Baden Rhinos hat man dabei noch eine kleine Rechnung offen. War man im Hinspiel zu Beginn noch auf Augenhöhe, brachte man sich mit einer unnötigen Spieldauerstrafe auf die Verliererstraße. Mit einer konzentrierten Leistung und wenig Strafzeiten sollten die Eisbären beim Wiedersehen mit Ex-Eisbär Dech, der über Zweibrücken jetzt am Baden Airpark gelandet ist, nicht chancenlos sein.
Das Wochenende beschließen die Eisbären dann mit dem ersten Heimspiel seit 3 Wochen gegen den aktuellen Tabellenführer Bietigheim.

Eishockey-Krimi mit Happy-End

Ein attraktives Eishockeyspiel mit 13 Treffer bekamen die Zuschauer in der Ravensburger Eissporthalle zu sehen, welches die Eisbären im Schlussdrittel für sich entscheiden konnten. Das 5:8 (2:2; 2:3; 1:3) war nichts für schwache Nerven, vor allem die Trainer leideten für ihre Teams mit.
Vor dem Spiel hatte Coach Korte gewarnt. Ravensburg ist besser, als der Tabellenplatz aussagt. Viele Teams sind hier schon ins Straucheln geraten und appelierte an sein Team, nicht das erste zu sein, dass dann auch fällt. Und er sollte recht behalten.
Von Beginn an entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Vor allem der EVR zeigte viel Offensivdrang und brachte die ECE-Verteidigung des öfteren in Verlegenheit. Die Eisbären zeigten sich dagegen zielstrebiger und suchten meist den direkten Weg zum Tor. Und die Eisbären waren es, die sich zuerst für den Einsatz belohnten. In der 12. Minute setzte Neuzugang Hemmerich zu einem Sololauf an, umkurvte das gegnerische Tor und legte ab auf Gottschalk, der das 0:1 erzielte. Doch Ravensburg fand die passende Antwort. Quasi im Gegenzug gelang ein schöner Spielzug zum 1:1 (12.), nichtmal eine Minute später setzte sich Doppeltorschütze Klingler durch und drehte die Partie (2:1, 13.). Beide Teams zeigten sich hiervon unbeeindruckt und spielten weiter ihr Spiel und hatten mehrfach Chancen zum Torerfolg. Erneut Gottschalk war es dann, der kurz vor der Pause den erneuten Ausgleich erzielte (20.).
Zu Beginn des zweiten Drittels durften die Eisbären erstmals in Überzahl agieren, zeigten sich im kompletten Spiel im Powerplay jedoch wenig effektiv und luden die „Puzzlestädter“ dagegen zu Kontern ein. Nach „überstandener“ Überzahl waren es zunächst die Gastgeber, die erneut in Fürhung gingen (25.), die jedoch Sawicki exakt 60 Sekunden später erneut egalisierte (26.). Nach 30 Minuten dann die größe Chance für Ravensburg, erneut in Führung zu gehen. Erneut in Überzahl vertändelte man den Puck und konnte den Konter nur durch ein Foul stoppen, der einen Penalty zur Folge hatte. Doch Wagner zeigte eine starke Leistung, parierte den Schuss und hielt den ECE im Spiel. Offensichtlich nicht Warnung genug, denn nur eine Minute später doch die Führung des EVR. Zwar konnte der korrekte Treffer nicht zweifelsfrei belegt werden, nach Rücksprache mit den Linienrichtern wurde der Treffer jedoch anerkannt (4-3, 31.). Die Eisbären konnten in der Folge zahlreiche erfolgsversprechende Angriffe nicht zum Ausgleich nutzen und konnte sich weiter bei Wagner bedanken, der mit guten Paraden immer wieder glänzen konnte. Erneut dauerte es bis kurz vor der Pausensirene, ehe der ECE wieder erfolgreich war. Ein sauber gespielter Spielzug wurde von Striepeke zum 4:4 – Ausgleich verwertet. Und nur 28 Sekunden später konnte Hemmerich erneut seine Fähigkeiten unter Beweis setzen, brach über links durch und vollstrecke diesmal selbst zur 4:5 – Pausenführung (beide 39.).
Zu Beginn der Halbzeitpause leistete sich der Gäste-Coach, der im Vergleich zum Hinspiel diesmal selbst mit auf dem Eis stand, einen Aussetzer und sorgte für ein Eisbären-Powerplay zu Beginn des Schlussdrittels. Doch erneut konnten die Eisbären dies nicht gefährlich aufbauen und diesmal nutze Ravensburg die sich bietende Chance und glich in Unterzahl aus (42.). Mit ordentlich Wut im Bauch über dieses unnötige Gegentor agierten die Eisbären weiter und Gerber brachte die Eisbären wieder in Front (45.). Nach der einzigen Unterzahl der Eisbären in diesem Spiel, die man unbeschadet überstehen konnte, legte erneut Hemmerich auf Gottschalk auf, der den ECE erstmals mit 2 Toren in Front brachte (5-7, 50.). Der Bann schien gebrochen und Ravensburg zeigte sich in der Folge ob der drohenden Niederlage geschockt. Die Eisbären nutzten dies aus und erzielten durch Brenner (56.) gar das 5-8, die Vorentscheidung.
Die Luft der Gastgeber war nun raus und die Eisbären brachten den Sieg über die Zeit.
Coach Korte war nach dem Spiel erleichtert und erschöpft zugleich. Ein solches Spiel geht auch am Trainer nicht spurlos vorbei, aber der kämpferische Einsatz seiner Schützlinge, die sich mit dem Sieg für den Einsatz belohnten, stimmte ihn optimistisch. Es war sicher nicht das beste Spiel der Eisbären, aber wenn man solche Spiele gewinnt, tröstet dies über das „wie“ hinweg.

Statistik

Zuwachs in der Eisbären-Familie

Die Eisbären Eppelheim haben zu Beginn der Winter-Transferperiode drei neue Spieler verpflichtet. Heiko Esenwein, Jonas Breier und Mark Hemmerich unterstützen das Team in der zweiten Saison-Hälfte.

Zugänge_2015
Esenwein ist bereits seit Mitte November spielberichtigt und hat sein Debut im Heimspiel gegen Zweibrücken gegeben, zuvor war er für die Eisfüchse Viernheim aktiv. Seit gestern darf auch Breier ins Spielgeschehen der Eisbären eingreifen und wechselt aus der DPL zu den Eisbären.
Mit Mark Hemmerich wechselt der erfahrendste Spieler zu den Eisbären. Seine Wurzeln liegen in der Region, dann hat es ihn über viele Stationen in Deutschland und im Ausland (u.a. Lettland und Slowakai) bis zu den Moskitos Essen in die Oberliga geführt. Seit Saisonbeginn hält er sich bei den Eisbären fit, war auch zunächst als Gastspieler beim Test gegen Bad Nauheim für die Eisbären am Start. Jetzt wechselt er auch offiziell zu den Eisbären und dürfte eine echte Vestärkung sein.
Weiterhin hat der ECE einige U19-Spieler des MERC über Doppellizenzen auch für die RL lizensiert, von denen Elias Becker bereits in den beiden vergangen Spielen zum Einsatz kam und dabei positive Eindrücke hinterlies