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Archiv → November, 2015

Eisbären verpassen Sensation

Mit den dunkelsten Prophezeihungen reisten unsere Eisbären nach Heilbronn. Zu den ohnehin fehlenden Stammkräften reihten sich zwei gesperrte Spieler in die Ausfallliste ein, so dass nur 10 Feldspieler in Heilbronn auflaufen konnten. Doch diese lieferten sich einen erbitterten Fight gegen den Favoriten, wendeten eine Klatsche ab und müssen am Ende sogar einem möglichen und verdienten Punktgewinn nachtrauern.
Erwartungsgemäß übernahmen die Hausherren zunächst das Kommando und konnten früh das 1:0 erzielen (7.). Doch unsere Eisbären zeigten eine starke kämpferische Leistung, störten das Offensivspiel der Hausherren effektiv und liesen diese mehrfach scheitern. Auch Wagner im ECE-Kasten zeigte reihenweise hochkarätige Saves und hielt seine Farben im Spiel. Ungewohnt auch die sich bietenden Offensiv-Chancen für unsere Eisbären, von denen eine in der 15. Minute durch Sawicki zum verdienten Ausgleich verwandelt wurde.
Eiskalt erwischt wurden die Eisbären jedoch früh im zweiten Drittel, bei dem die Hasuherren bereits nach 53 Sekunden erneut in Führung gingen. In der Folge stellte sich ein nahezu ausgeglichenes Spiel ein. Während sich die Hausherren entweder in Einzelaktionen oder mißglückten Passstafetten verzettelten, erkämpften sich die ECE-Bären vermehrt Konterchancen, die jedoch allesamt vergeben wurden. Zwischenzeitlich versuchte der EHC auf Schüsse von außen zu setzen, was jedoch ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt war, so dass im zweiten Drittel kein weiterer Treffer fallen sollte.
Bitterer Beginn auch im letzten Abschnitt. Zunächst brachten sich die Eisbären durch eine kleinliche Regelauslegung in Unterzahl. Dann rutschte einem EHC-Verteidiger die Scheibe ungeahndet aus dem Angriffsdrittel, setzte im Anschluss den richtigen Pass und sorgte so für das 3:1 für Heilbronn (45.). Eppelheim fand jedoch schnell die richtige Antwort in Form des Anschlusstreffers durch Sawicki (47.). Heilbronn fand weiterhin keine geeigneten Mittel, die ECE-Defense und Schlussmann Wagner erfolgreich zu überwinden, doch auch die ECE-Cracks verpassten ein ums andere Mal den Ausgleich. Doch die Schlussminuten sollten dann nochmal ordentlich Spannung in das Duell der Eisbären bringen. Eine ECE-Überzahl sollte zum fälligen Ausgleich führen. Doch der Schuss ging nach hinten los, löste einen Konter der Gastgeber ein, der erfolgreich zum vermeintlich vorentscheidenden 4:2 versenkt wurde. Doch Eppelheim gibt nicht auf. 90 Sekunden vor Schluss eine erneute Überzahl. Eppelheim setzt alles auf eine Karte, nimmt Wagner zu Gunsten eines 6. Feldspielers vom Eis und tatsächlich trifft de Raaf zum erneuten Anschlusstreffer (59.). Jetzt gab es nur noch eine Devise …. Angriff. Wagner erneut vom Eis, den Ausgleich auf dem Schläger, doch der Puck wird abgefälscht, landet bei den Heilbronner Bären, die diesen mit der Schlusssirene im leeren ECE-Gehäuse platzieren – 5:3.
Gemischte Gefühle im Eisbären-Lager nach dem Abpfiff. Vor der Partie hätte jeder ein 3:5 als Erfolg gewertet, angesicht des Spielverlaufs wäre allerdings ein Punktgewinn durchaus verdient gewesen, was auch die Gastgeber fairerweise anerkannten. Nichts desto trotz ernten unsere Eisbären Lob von allen Seite, und können mit dieser Einstellung positiv in die nächsten Spiele gehen.
Der Abend endete für die Eisbären dann allerdings mit dem nächsten Schock-Moment. Gerade auf der Autobahn angekommen, musste der Mannschaftsbus mit einem „Reifenschaden“ auf dem Standstreifen anhalten. Glücklicherweise ist die Situation jedoch glimpflich abgelaufen und alle Cracks konnten mit einem Ersatzbus spät, aber unverletzt das heimische Icehouse erreichen.

Eisbären unterliegen unglücklich

Im Vergleich zum Hinspiel deutlich besser, jedoch nicht gut genug war die Leistung unserer Eisbären in Stuttgart, um die Rebels zu bezwingen. Dabei sorgten einige unglückliche Momente für Rückschläge, von denen sich die Eisbären nicht mehr erholten.
Im ersten Drittel hatte man die Gastgeber gut im Griff. Wenig gefährliche Schüsse lies man auf das eigene Gehäuse zu, Wagner als starker Rückhalt sorgte lange für das 0:0. Erst als in der 14. Minute die Eisbären sich durch einen Wechselfehler in Unterzahl brachten, erhöhte sich der Druck der Gastgeber. Die Unterzahl konnte man zwar schadlos überstehen, doch kurz darauf sorgte die noch ungeordnete Defensive für einen Puckverlust hinter dem Tor, bei dem Hudak die Übersicht behielt und, an sich in den Schuss werfenden Spielern vorbei den Weg ins Tor fand – 1:0 (17).
Nach dem Seitenwechsel waren die Rebels hellwach und sorgten mit einem schnellen Angriff für das frühe 2:0 (21.). Lange Zeit zum Berappeln und den Kampf auf zu nehmen blieb den Eisbären jedoch nicht. Bei einem Schussversuch traf Gerber einen gegenerischen Spieler im Gesicht und obwohl dem ECE-Crack jede Absicht abgesprochen wurde, befand der sonst sehr großzügig pfeifende Schiedsrichter auf eine Spieldauerstrafe gegen Gerber. Die folgende 5-minütige Unterzahl konnte man lange sicher verteidigen, in der 27. Minute dann aber doch das 3:0.
Die Führung schien den Gastgebern Sicherheit zu geben und den Eisbären eine „Jetzt-erst-Recht“ – Reaktion eingehaucht zu haben, denn der Rest des Drittels gehörte den Eisbären. Einige gute Chancen erarbeiten man sich, doch der Torerfolg blieb aus.
An die gute Phase anschließen wollte man im letzten Abschnitt, doch wieder folgte ein unglücklicher Rückschlag. Striepeke beförderte den Puck bei einem Klärungsversuch auf die Tribüne und handelte sich eine Strafe wegen Spielverzögerung ein. Stuttgart lies sich dabei nicht zweimal bitten und sorgte mit einem Treffer am kurzen Pfosten für die Vorentscheidung – 4:0 (44.). Die Eisbären fanden nun weniger den Weg nach vorne, Stuttgart wollte den Vorsprung über die Zeit bringen und das Spiel plätscherte ein wenig dahin. Als dann die Eisbären in den Schlussminuten ebenfalls eine Überzahl durch einen Wechselfehler der Gastgeber erhielten, wollte man zumindest den Ehrentreffer erzielen. Allerdings fielen die Aktionen zu harmlos aus und Stuttgart konnte sich immer wieder befreien. Als nach überstandener Überzahl nur noch Sekunden bis zum Abpfiff blieben, bot sich für Brenner und Sawicki eine Konterchance, die Sawicki eine Sekunde war dem Ende knapp über die Linie bringen und die erste „Zu Null“ – Niederlage gerade noch abwenden konnte.
Coach Korte war nach dem Spiel zwiegespaltener Gefühle. Zwar zeigte man sich im Gegensatz zum Hinspiel deutlich konkurrenzfähiger, verpasste es allerdings mit dem nötigen Druck nach vorne die Chance auf Punkte zu ergreifen.
Lange Zeit zu hadern bleibt den Eisbären nicht. Denn bereits morgen steht das wohl „leichteste“ Spiel der Saison an. Beim Titel-Favoriten Heilbronn wäre alles andere als eine klare Niederlage eine Überraschung. Ohne Druck kann man also in das „Derby“ mit dem Namensvetter gehen und den Gegner vielleicht zumindest ein wenig ärgern.
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Eisbären vor schwerem Doppelwochenende

Der Spielplan meint es mit den Eisbären an diesem Wochenende nicht gerade gut. Nicht nur, dass ein Doppelwochenende ansteht, sondern auch noch beide Spiele auswärts, und dann noch beim amtierenden Meister. Doch bevor es am Sonntag nach Heilbronn geht, steht am morgigen Freitag das Spiel in der Eiswelt an.
Das Hinspiel im heimischen Icehouse musste man dabei klar mit 3:9 an die Rebels abgeben. Gerne würden die Eisbären für diese herbe Klatsche Revanche nehmen, doch das ist an einem Freitag Abend so eine Sache. Den Eisbären zu Gute kommt, dass sie in Stuttgart auch mit Rumpftruppe des öfteren überraschen konnten, so zuletzt vergangene Saison, als man unverhofft klar mit 5:0 gewonnen hatte. Das morgige Spiel wird so einfach jedoch ganz bestimmt nicht werden.
Am Sonntag steht dann das erste Duell mit dem Namensvetter aus Heilbronn an. Der Titelfavorit musste bislang erst eine Niederlage hinnehmen und ist so auf dem besten Weg an die Tabellenspitze. Dass unsere Eisbären ein Stolperstein auf diesem Weg sein könnten, will so niemand wirklich glauben, aber genau darin besteht die Chance, in der Kolbenschmidt-Arena mit einer konzentrierten Leistung für eine Überraschung zu sorgen.

Hornets stechen Eisbären aus

Eine gute Leistung hatten sich die Eisbären für das Heimspiel gegen die Hornets vorgenommen. Nachdem man jedoch bereits zu Beginn des Spiels eiskalt erwischt wurde, war das Spiel früh entschieden und ging mit 2:8 deutlich an die Gäste.
Dabei starteten die Eisbären recht gut in die Partie und erspielten sich zunächst ein leichtes Übergewicht. Doch nach einem Fehler in der eigenen Verteidigung zögerten die Hornets nicht lange und erzielten das frühe 0:1 (2.). Nur gut eine Minute später zeigten die Gäste, dass sie auch in Überzahl gefährlich sein können und erhöhten auf 0:2 (4.). Zwar konnten sich die Eisbären in der Folge etwas befreien, auch begünstigt durch eine eigene Überzahl die jedoch nicht konsequent gespielt wurde. Die Strafe folgte auf dem Fuße. In der 8. Minute kassierte man das 0:3, ebenfalls in Überzahl der Hornets. Nun konnten die Eisbären mehr Spielanteile für sich verbuchen, und wurden schnell belohnt. De Raaf stibitzte sich den Puck vom Hornets-Defender und vollstreckte zum 1:3 (13.). Der Treffer sollte den Eisbären Mut machen. Während die Hornets dank der beruhigenden Führung nicht mit letzter Konsequenz agierten, konnten sich die Eisbären weiter steigern. Doch es fehlte ein Konzept, zu gefährlichen Torschüssen zu kommen. Als man sich bereits auf den 2-Tore-Pausenrückstand eingestellt hatte, schlugen die Hornets erneut zu – 1:4 (20.).
Im zweiten Drittel änderte sich am Spielverlauf wenig. Während man die Angriffe der Hornets besser verteidgen konnte, fehlte im Spiel nach vorne die nötige Durchschlagskraft. Während selbst Powerplay-Situationen nahezu ungenutzt verstrichen, konnten die Hornets zwei weitere Tore verbuchen (31., 40.).
Im letzten Drittel wollte man angesichts des klaren Rückstandes zumindest ein Debakel vermeiden. Doch das frühe 1:7 (44.) lies nichts gutes erahnen. Im weiteren Verlauf des Spiels verstanden es die Eisbären nun besser, den Gegner unter Druck zu setzen, doch die letzte Entschlossenheit fehlte. Nach dem 1:8 (57.) konnte Gottschalk zwar noch auf 2:8 (59.) verkürzen, was den klaren Sieg der Pfälzer jedoch nicht weiter gefährdete.
Die kommenden Aufgaben werden für die Eisbären nicht einfacher. In den folgenden 5 Spielen, von denen 4 Auswärtsaufgaben auf die Eisbären warten, sind mit 4 potentiellen Play-Off-Teilnehmern die Siegchancen nicht gerade groß. Doch die Eisbären haben schon gezeigt, dass mit einer konzentrierten Team-Leistung über die gesamte Spieldauer auch Favoriten ins Straucheln gebracht werden können.

Eisbären geben Sieg aus der Hand

Eine völlig unnötige Penalty-Niederlage haben sich die Eisbären am gestrigen Abend in Freiburg eingefangen.
Das Spiel lief dabei lange im Sinne der Eisbären, ehe die Wölfe das Comeback starteten, um sich für dieses mit einem Penalty-Sieg zu belohnen.
Bereits nach 6 Minuten brachte Striepeke die Eisbären in Front, erhöhte in der 18. Minute gar auf 2:0. Die Wölfe waren im ersten Drittel zwar durchaus auf Augenhöhe, doch konnte Wagner im Eisbären-Tor alle Chancen vereiteln. Kurz vor der Pause hatte Gottschalk sogar die Chance zu erhöhen, wurde aber bei seinem Versuch von den Beinen geholt. Die fällige Überzahl nutzte er dann jedoch zu Beginn des zweiten Drittels (21.) zum 3:0. Als Bohr in der 38. Minute das 4:0 erzielte, schien das Spiel endgültig entschieden.
Doch die Eisbären hatten die Rechnung ohne die Wölfe gemacht. Der taktische Schachzug der Gastgeber, zum letzten Drittel den Goalie zu wechseln, sollte sich auszahlen. Während die Eisbären diesen im letzten Drittel nicht mehr überwinden konnten, hatten die Wölfe durch den Überzahltreffer in der 48. Minute Blut geleckt. Mit dem Glück des Tüchtigen und der etwas zu befreiten Spielweise der Eisbären kamen die Wölfe mit zwei weiteren Treffer in der 56. und 59. Minute dem Ausgleich nahe, der in der 60. Minute dann sogar noch fallen sollte.
Im Penaltyschießen waren 14 Versuche nötig, um den Sieger der Partie zu ermitteln, der am Ende Freiburg hieß.
Vom Chancenverhältnis ist der Freiburger Sieg allerdings nicht völlig unverdient, doch angesicht des Spielverlaufs eine völlig unnötige Niederlage, die sich die Eisbären selbst eingebrockt haben.

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Wolfsjagd zur Primetime

Samstag, 20.15 Uhr im Breisgau. Zur besten „Sendezeit“ gibt es am morgigen Samstag den Kampf der Wölfe gegen die Eisbären. Während Tierdokus meist wenig Spannung bieten, wird es auf dem Eis wohl eher einen spannenden Krimi geben, wenn beide Teams versuchen, ihre aktuellen Negativ-Trend zu stoppen.
Mit dem Duell gegen die Wölfe starten die Eisbären in die zweite Halbrunde. Nach gutem Start mit 2 Siegen aus 4 Spielen folgten teilweise unnötige, teils heftige Niederlagen.  Gegen Freiburg soll nun, wie zum Saisonauftakt, wieder ein Sieg her. Die Chancen stehen recht gut. Zum Auftakt gelang den Eisbären ein klares 7:1 und leitete eine Niederlagenserie der Breisgauer ein, die bis heute Bestand hat. Zuletzt gab es am heutigen Abend ein klares 0:8 gegen Stuttgart, die in der Hinrunde noch mit 4:0 besiegt wurden. Und auch statistisch gesehen sind die Freiburger in den vergangenen Spielen ein gern gesehener Gegner der Eisbären. Die letzte Hauptrunden-Niederlage gegen Freiburg datiert vom 16. Februar aus der Saison 2013/2014. In der Folge-Saison musste man sich nur in den bedeutungslosen Partien der Relegation den Breisgauern geschlagen geben, die sich in diesen Duellen mit höherklassigen Spielern verstärkten. Genau dies droht den Eisbären allerdings auch am morgigen Samstag, wenn das DEL2-Team der Breisgauer spielfrei ist.

Dezimierte Eisbären chancenlos

Nichts zu holen gab es für die Eisbären am gestrigen Sonntag gegen den Favoriten aus Schwenningen. Mehrere Absagen beruflicher und gesundheitlicher Natur sorgte für eine 13-Mann-Rumpftruppe, die gegen clever und spielfreudig agierende Wings wenig ausrichten konnten.
Im ersten Drittel erwischte man dabei zunächst einen schlechten Start, der bereits nach einer Minute zum 0:1 – Rückstand in Unterzahl führte. Immer, wenn die Eisbären in der Folge besser ins Spiel zu kommen scheinten, trafen die Gäste und erstickten die Bemühungen der Eisbären schon im Keim. In der ersten Drittelpause, in der es nach Treffern in der 9. und 19. Minute bereits 0:3 stand, musste Goalie König dann bereits verletzt ausgewechselt werden und Stampfer durfte sein Glück versuchen. Doch auch er musste im Mittelabschnitt drei Treffer hinnehmen (22., 30., Überzahl und 32.).
Das Spiel war also gelaufen, die Eisbären um Schadensbegrenzung bemüht. Doch mehr als der Ehrentreffer durch Brenner (48., Überzahl) sollte nicht mehr gelingen, während die Wings ihre Offensive nochmals anwarfen und durch 6 weitere Treffer ein rekordverdächtiges Wochenende verbuchen können, da sie bereits am Freitag gegen Ravensburg 12-mal erfolgreich waren.
Auch wenn die personelle Lage nicht rosig war, hätte man die Niederlage sicherlich besser in Grenzen halten können. Am kommenden Samstag kommt es nun zum Kellerduell gegen die Wölfe aus Freiburg, die man in dieser Saison selbst 7:1 vom Eis fegte, aber in der aktuellen Verfassung wird das Unterfangen im Breisgau deutlich brisanter werden.

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