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Archiv → März, 2015

Eisbären mit versöhnlichem Abschluss

Trotz der knappen 7:8-Niederlage gegen den EHC Freiburg können die Eisbären auf ihre Leistung stolz sein, wie auch Coach Korte dem Team nach dem spiel attestierte. Dabei standen die Vorzeichen der Partie alles andere als positiv. Der EHC Freiburg hatte wie erwartet sein Team erneut mit Oberliga-Akteueren verstärkt, die Eisbären dagegen mussten einige Ausfälle verkraften und konnten nur 12 Feldspielern in den Kampf schicken. Dazu kam der Druck, den Kritikern vor Wochenfrist zu beweisen, dass die Eisbären die Serie gegen Freiburg ohnehin schon abgeschenkt hätten.
Mutig gingen die Eisbären schon von Beginn ans Werk und zeigten sich über das ganze Spiel mit den Wölfen auf Augenhöhe. Doch wie so oft in dieser Saison konnte man aus den anfänglichen Chancen kein Kapital schlagen, statt dessen legte der Gegner vor. Gerade hatte Freiburg das 1:0 aus kurzer Distanz erzielt, da konnten sie 17 Sekunden später gar auf 2:0 erhöhen. In dieser Phase machte man es dem Gegner zu leicht und bekam promt die Quittung. Doch wie bereits in der Vorwoche gaben sich die Eisbären nicht auf und kämpften sich zurück. Sawicki verwertete in der 10. Minute den Nachschuss zum 2:1, nachdem der EHC-Keeper den Schuss von Striepeke nur abprallen lassen konnte. In der Folge verbuchten die Eisbären mehrfach die Chance zum Ausgleich, doch „das Tor Treffen“ wurde etwas zu wörtlich genommen, den der Puck traf nur das Torgestänge. Dann kam auch noch Pech in der Verteidigung hinzu. Ein Richtung Torlinie trudelnder Puck konnte weder von unserem Goalie noch von der Verteidigung aufgehalten werden, so dass der 2-Tore Rückstand nach 15 Minuten wieder hergestellt war. Als in der 18. Minute ein sehenswerter Angriff von Seiten der Gastgeber gar das 4:1 bedeutete, schien bereits eine Vorentscheidung gefallen. Doch die Eisbären fanden noch vor der Pause die Antwort und verkürzten durch Striepeke zum 4:2 (20.).
Mit der Marschroute zur Aufholjagd startete das zweite Drittel in dem Gottschalk promt im Powerplay einen Hammer von der blauen Linie auspackte und den 4:3 – Anschlusstreffer markierte (23.). Die Eisbären drängten nun auf den Ausgleich und wurden belohnt. In der 27. Minute lenkte Striepeke eine Direktabnahme aus der Luft von Gottschalk gekonnt zum Ausgleichtreffer ab. Doch bevor die Eisbären lange an einen Führungstreffer glaubten, konnte Freiburg mit einem Schuss unter die Latte erneut in Führung gehen (5:4, 28.). Einen Knax im Spiel sollte die folgende Szene bringen. Direkt nach einem Bulli wurde Striepeke mit 2+10 Strafminuten wegen eines vermeintlichen Check gegen den Kopf eines Gegenspielers auf die Strafbank geschickt. Die folgende Überzahl nutze Freiburg mit einem Knaller unter die Latte zum Ausbau der Führung (6:4, 30.). Das ärgerliche aus Sicht der Eisbären. Während der vermeintlich verletzte Spieler nach kurzer Behandlung das Spiel fortsetzen konnte, war Eisbär Bohr zu diesem zeitpunkt schon auf dem Weg ins Krankenhaus, um einen Cut im Gesicht nähen lassen zu müssen. Denn zu Beginn des Drittels wurde er klar von einem gegnerischen Stock im Gesicht getroffen, was die Schiedsrichter jedoch trotz freier Sicht nicht zu einer Strafe gegen Freiburg entscheiden lies. Mit ordentlich Wut im Bauch agierten die Eisbären daher und wurden für den Kampfgeist belohnt. In der 33. Minute gelang Sawicki in doppelter Überzahl der Anschlusstreffer. Der erneute Ausgleich sollte dann jedoch noch nicht gelingen, den in Überzahl leistete man sich einen Puckverlust, den der EHC Freiburg im Konter zum 7:5 (38.) zu nutzen wusste.
Ein denkwürdiges letztes Drittel sollte nun folgen. Die Eisbären agierten noch druckvoller als zuvor, waren die spielbestimmende Mannschaft und zeigten eindrucksvoll, dass man die Niederlage nicht kampflos hinnehmen würde. Nachdem man zunächst erneut am Pfosten scheiterte und auch weitere hochprozentige Chancen auslies, gelang Merkel in der 42. Minute der verdiente Anschlusstreffer. Die Gastgeber konnten der Druckphase des Eisbären wenig entgegen setzen und stoppten die Eisbären in dieser Phase nur durch Foulspiele, welche zu sechs Minuten Powerplay der Eisbären führte. Doch erst in der 51. Minute war es Patschull, der dies nutzen konnte und den viel umjubelten Ausgleichstreffer erzielen konnte. Die Freiburger wurden nun etwas aktiver und erarbeiten sich wieder mehr Chancen, doch selbst in Überzahl sollte den Breisgauern kein Treffer mehr gelingen und die Eisbären sicherten das 7:7 bis zum Schlusspfiff.
Somit folgte die unerwartete 5-minütige Verlängerung, in der Freiburg das überlegenere Team war. Die Eisbären lauerten auf Konter, konnten aber wenig Torgefahr erzeugen, so dass diese Verlängerung torlos blieb. Unmut machte sich bei den Gastgebern mit der Schlussekunde breit, als sie einen Schussversuch im Tor gesehen haben wollten. Die Schiedsrichter sahen dies anders und somit folgte das erste Penaltyschiessen der Saison. Während auf Seiten des Eisbären nur Sawicki erfolgreich war, konnte sich Freiburg mit 2 Treffern den Sieg sichern.
Auf dem Papier ging diese Partie zwar verloren, doch für die Eisbären war es ein Sieg. Wir haben den Kampf angenommen, dem Gegner trotz numerischer Überlegenheit alles abverlangt und alle Kritiker Lügen gestraft, dass die Serie gegen die Wölfe schon vorab abgeschenkt worden wäre. Trotz Rückschlägen gaben sich die Eisbären in dieser Partie nie auf, kämpften sich immer wieder ins Spiel zurück und zwangen den Gegner gar ins Penaltyschießen.
An dieser Stelle möchten wir uns noch bei allen Unterstützern für die abgelaufene Saison bedanken. Als Fünfter haben wir ein gutes Saisonziel erreicht und können mit dem Erreichten stolz sein.
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Eisbären fahren ins Breisgau

Zur letzten Auswärtsfahrt der Saison sind die Eisbären heute Gast in Freiburg. Dort kommt es zu Spiel 2 der best-of-three Serie, deren erstes Spiel vor einer Woche mit 9:4 an die Wölfe ging. Eine gewisse zuversicht kann man im Eisbären-Lager durchaus haben, ein drittes Spiel in der Serie zu erzwingen. Denn die letzten beiden Spiele hat man dort klar für sich entschieden. Während man in der diesjährigen Hauptrunde dort einen 5:0-Sieg feiern konnte, endete das erste Relegationsspiel der vergangen Saison gar mit 7:2 für die Eisbären. Doch die Gastgeber haben vergangene Woche gezeigt, was in ihnen steckt, wenn sie ihr Team mit oberligaerfahrenen Spielern ergänzen. Die Eisbären sind somit gewarnt und werden ihr bestes geben, die Serie heute auszugleichen und am kommenden Wochenende das Entscheidungsspiel in Eppelheim zu erzwingen.

Eisbären unterliegen Freiburger System

Im ersten Spiel der Play-Down-Serie mussten sich die Eisbären am Abend den Wölfen Freiburg geschlagen geben. Mit einem starken zweiten Drittel sicherten sich die Gäste dabei den Sieg. Was man am kommenden Samstag erwartet hatte, wurde bereits heute praktiziert. Die Gäste nahmen eine bedeutungslose Oberliga-Niederlage in Kauf, um das RL-Team mit zahlreichen OL-Spielern zu ergänzen. Während die Freiburger ihren 10. Tabellenplatz in der Hauptrunde im Schnitt mit 15 Spielern erspielt hatte, liefen im Icehouse am Abend 20 Spieler auf, darunter 5 für die Oberliga spielende Akteure. Die 5 Spieler waren für 5 Treffer direkt verantwortlich,  und bereiteten somit den Weg zum Sieg der Gäste.
Die Eisbären konnten zwar über weite Strecken den Gästen Paroli bieten, doch gerieten schnell in Rückstand. Nach dem 0:1 in der 4. Minute musste man in der 8. Minute in Unterzahl gar das 0:2 verkraften. Doch die Eisbären gaben nicht auf und kamen durch Jacobaschke (9.) und Striepeke (15.) zum Ausgleich. Eine Unachtsamkeit führte dann zum 2:3-Pausenrückstand nur 7 Sekunde vor Ende des Drittels.
Wollte man im zweiten Drittel die Partie weiter offen halten, musste man sich von den Gästen diese Hoffnung nehmen lassen. Vier treffer innerhalb von 13 Minuten bedeuten die Vorentscheidung. Während die Freibuger ihre Angriffe über gute Kombinationen zu Ende spielten, fehlten den Eisbären in dieser Phase im Angriff die nötige Konsequenz.
Im letzten Drittel konnten die Eisbären durch zwei Treffer von Brenner den Rückstand zwar jeweils verkürzen, doch die Gäste erzielten ebenfalls zwei weitere Treffer zum 4:9 Endstand.
Am kommenden Samstag haben die Eisbären die Chance zur Revanche, was auf Grund des spielfreien Oberliga-Teams jedoch sicherlich zu keinem leichteren Unterfangen werden wird.

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