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Archiv → Februar, 2015

Eisbären verpassen Halbfinale

Auch im zweiten Spiel gegen die Baden Rhinos mussten sich die Eisbären geschlagen geben. Beim 1:4 (1:1;0:3;0:0) reichte den Gästen ein starkes Mitteldrittel, um den Einzug ins Halbfinale perfekt zu machen.
Dabei begann das Spiel für die Eisbären gut. Nach ersten Angriffen der Gäste konnten sich die Eisbären erste Spielanteile erkämpfen. Als man in der 4. Minute dann erstmals in Überzahl agierte, klappte der Powerplay-Aufbau zunächst gar nicht. Als dann doch die Überzahl auch spielerisch zu erkennen war, nutzen die Eisbären diese zur frühen 1:0-Führung durch Sawicki. Die Gäste liesen sich durch diesen Rückschlag jedoch nicht von ihrem Konzept abbringen und stürmten weiterhin nach vorne. Wie durch das gesamte Spiel konnte die Eisbären-Defensive den Schuss aufs Tor dabei nur selten verhindern. Als die Eisbären dann gerade eine Unterzahl überstanden hatte, hatten die Rhinos dann doch Erfolg und glichen zum 1:1 aus (12.). Den Rest des Drittels spielte vermehrt weiterhin Hügelsheim, und kam unter anderem mit einem Pfostenschuss dem Führungstreffer sehr nahe. Auf der anderen Seite konnten die Eisbären nur sporadisch Torgefahr ausstrahlen, weitere Treffer wollten jedoch nicht fallen.
Ernüchterung dann zum zweiten Drittel. Viel hatten sich die Eisbären vorgenommen, vor allem defensive Stabilität. Doch vom Bully weg konnten die Hügelsheimer Druck machen, die Verteidigung konnte nicht klären und nach einem Feuerwerk an Torschüssen fand der Puck nach 57 Sekunden den Weg ins Tor – 1:2. Von diesem Rückschlag erholten sich die Eisbären das ganze Drittel nicht mehr. Die Rhinos drehten auf, spielten mit der Führung im Rücken noch zielstrebiger und setzten das Eisbären Tor unter Druck. In der 27. Minute nutzen die Rhinos den Platz auf dem Eis, nachdem beide Teams mit einem Spieler auf der Strafbank vertreten waren und erhöhten zum 1:3. Von den Eisbären kam weiterhin wenig. Lediglich ein aussichtsreicher Konter, den der Rhinos-Goalie aber souverän parierte. Nachdem man anerkennen musste, in diesem Drittel gegen die Rhinos keinen Stich landen zu können, wollte man zumindest den 2-Tore-Rückstand in die Pause retten. Doch eine weitere Unterzahl führte eine Minute vor Drittelende zum 1:4.
Das letzte Drittel blieb dann torlos. Die Rhinos hatten ihre Angriffsbemühungen zurück geschraubt und verwalteten souverän ihren Vorsprung. Die Eisbären konnten die Defensive der Rhinos nicht mehr knacken und mussten sich mit der 1:4 – Niederlage abfinden.
Während die Rhinos nun im Halbfinale auf die Eisbären Heilbronn Treffen, müssen die Eisbären in den Play-Downs gegen den Hauptrunden-Letzten EHC Freiburg antreten. Spiel 1 der best-of-three-Serie wird dabei am 1. März in Eppelheim statt finden, das Rückspiel eine Woche darauf.

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Eisbären in Serien-Rückstand

Im ersten Spiel der best-of-three Serie unterlagen die Eisbären den Baden Rhinos aus Hügelsheim mit 2:4 (0:2;1:2;1:0). Um den Halbfinaleinzug noch zu schaffen, ist daher ein Sieg am kommenden Sonntag im Rückspiel in Eppelheim notwendig, um das entscheidende dritte Spiel zu erzwingen.
In der Verteidigung mussten die Eisbären neben dem verletzten Gerber noch auf den gesperrten Pister verzichten, so dass Coach Morlock kurzerhand ein Kurz-Comeback feierte, um in der Defensive für Stabilität zu sorgen. Und diese hatte heute alle Hände voll zu tun. So machten die Rhinos von Beginn an Druck, zeigten sich spielstärker und spielfreudiger und konnten sich so auch die klareren Torchancen erarbeiten. Doch zunächst zeigten sich beide Teams im Abschluss nicht effizient genug oder fanden ihren Meister im gegenerischen Goalie. Erst als in der 11. Minute mit 4-vs-4-Feldspielern gespielt wurde, platze der Knoten. Die Rhinos nutzen diese Situation zu einem Doppelschlag zur 2:0-Führung. In der Folge waren durchaus auch Chancen da, den Vorsprung auszubauen, doch auch die Eisbären wurden langsam besser. Doch richtig zwingend war es nur selten, bis auf einen Alleingang in Unterzahl kurz vor Drittelende, den die Eisbären nicht zum wichtigen Anschlusstreffer zu nutzen wussten.
Nach der Pause waren die Eisbären dann endlich besser im Spiel. Doch bevor man zur Aufholjagd starten konnte geriet man erneut in Unterzahl und kassierte kurz nach einer Topchance zum Anschluss den Gegentreffer zum 3:0 (26.). Doch dann sollte endlich die Stunde der Eisbären schlagen. Nach einer angezeigten Strafe gegen die Rhinos agierte man mit 6 Feldspielern, baute kurzzeitig ein gutes Powerplay auf und spielte dies gekonnt zum 3:1 von Sawicki zu Ende (28.). Die Eisbären waren nun überlegen, erarbeiteten sich Chance um Chance, doch selbst das leere Tor war noch eine Hürde zum Anschlusstreffer. Die Quittung überreichten die Rhinos den Eisbären gerne. Ebenfalls mit 6 Feldspielern konnten sich die Rhinos durchsetzen und zentimetergenau unter die Latte zum alten 3-Tore-Vorsprung ausbauen (38.).
Nach der Pause waren die Eisbären gewillt, das Spiel noch zu drehen. Doch auch wenn die Rhinos sich nun durch die Führung sicherer fühlten, mussten sie den Sturmlauf der Eisbären all zu oft mit Fouls unterbinden. Die Eisbären konnten die sich bietenden Überzahlsituationen jedoch nicht nutzen und langsam aber sicher lief ihnen die Zeit davon. 5 Minuten vor Schluss sollte es dann doch soweit sein, Sawicki mit seinem zweiten Treffer brachte die Eisbären wieder auf 2:4 heran. Die Eisbären rochen Lunte und drängten auf den nächsten Treffer. Doch die Rhinos arbeiteten nun defensiv stabiler, so dass die Eisbären nur vereinzelte Torchancen bekamen, die der Goalie allesamt vereiteln konnte. So bleib es bis zum Schluss beim 4:2 und dem 1. Sieg der Serie für die Rhinos.

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